Startseite » Magazin Index
O  

Unterwegs im Jura  

 

Während die Alpenflüsse vor Fronleichnam Minuspegel zeigen, schüttet es im Jura sintflutartig. Von Freiburg aus ist es ein kurzer Weg dorthin – also heißt es für die Team-Paddler Marco Schlink, Basti Pöschl und Daniel Maldacker mit weiteren Freunden: Schnell packen und los!

  
An den Bächen, die auf dem Weg lagen, hieß es schon Land unter und wir haderten damit, die Spielboote zu Hause gelassen zu haben.

Am ersten Bach, dem Schluchtstück der Loue, brüllte das Wasser so durch die Schlucht, dass an eine Befahrung nicht zu denken war. Die weiße Hexe, eine regionale Sage, war uns wohl nicht wirklich wohl gesonnen. Dass die Pegel so explodieren würden, ließ sich selbst kurz vor der Abfahrt noch nicht ahnen.

1:0 für die weiße Hexe
  

Einstieg an der Saine 

Daniel auf der Saine
 
   Bastis Zweckoptimismus "Im Jura fällt das Wasser immer rasant" noch im Ohr, hauten wir uns in den Schlafsack.
Und tatsächlich, freitags schien der Pegel für eine Befahrung der Saine günstig. Dass es das obere Limit war, stellten wir spätestens an der ersten Schlüsselstelle fest. Und dass der Segen der Götterwelt nicht der unsere war, mussten wir einsehen; als wir vor der Zwangspassage standen, die von den Franzosen liebevoll Mikado genannt wird.
Die Zwangspassage kann man leider nicht wirklich einsehen, sondern nur von gut 20m oberhalb begutachten. Wir entschieden uns, dass es die 1,5 stündige Portage wert sei und ließen Mikado heute Mikado sein.
Nach dem heißen Ritt auf der Saine fuhren wir für ein Nachthupferl an die Ain. Kurz vor Dunkelheit ließ es sich bei Optimalwasserstand keiner nehmen, die 8m-Stufe zu fahren. Vollkommen gestoked ging es in die Koje.

1:1
 
Am Samstag war morgens der Angillon angesagt. Die Fahrt war nett, doch längst nicht so spannend wie unser Paddeltag gestern. Hier hätten wir wohl bei mehr Wasser lohnendere Verhältnisse vorgefunden.

Mittags noch mal schnell die Saine und danach der erwartungsvolle Blick in die Loue. Die war jedoch so rasant gefallen, dass nun an eine Befahrung wieder nicht zu denken war.

2:1 für die weiße Hexe
  

Marco Schlink 

Also entschieden wir uns, den Heimweg anzutreten: schließlich war es Bastis Geburtstag und seine Freundin, die zu Hause wartete, sollte ihm doch auch noch gratulieren können.
 

Basti / Muttersholz
 
   Nach einer gelungenen Feier und einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück starteten wir dann noch zu unserem lokalen Playspot in Muttersholtz! Sonnenschein und Top-Pegel in "MuHo"
rundete das lange Wochenende ab.


Ich sag nur 2:2

Text: Marco Schlink & Jutta Kaiser
Bilder: Jakob Käfer
Veröffentlicht: 12.06.2007

  Startseite » Magazin Index
O